Platz für Fragen, Anmerkungen, Kritik, Diskussion und Austausch. Grundsätzlich veröffentlichen wir keinen menschenverachtenden Mist und wünschen uns einen wertschätzenden Umgang1.
talk and show

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32 Antworten auf „talk&show“


  1. 1 Justin Kevin 03. September 2012 um 10:47 Uhr

    Lesekreis reloaded

    Kein Bock auf öde Abgammelrunden in stickigen Kammern? Die Hälfte hat schon wieder vergessen den Text zu lesen oder ist gar nicht erst aufgetaucht? Lesekreise haben etwas unglaublich Trockenes und machen schnell den Eindruck einer lästigen Pflicht. Dies wird sich jetzt ändern. Keine lästigen Treffen mehr, kein dummes Rumgequatsche!
    Gemeinsam werden wir ab dem 17. September „Staat, Weltmarkt und die Herrschaft der falschen Freiheit“ lesen. Dieses kleine Büchlein beschäftigt sich mit dem kapitalistischen Normalvollzug und wurde 2009 von „… Ums Ganze!“ herausgegeben. Er eignet sich als Text zum Einstieg, da an ihm viele verschiedene Problemfelder angerissen werden und die Ansatzpunkte für eine Kritik – an der Gesellschaft wie auch am Text – besonders sichtbar werden.

    Zum Ablauf: alle lästigen Treffen fallen weg. Ihr verpasst nichts, wenn ihr zu einer Sitzung nicht kommt. Grundlage des Lesekreises wird ein Blog im Netz im sein. Der Text lässt sich relativ einfach in fünf bequeme Teile gliedern, so dass nach fünf virtuellen Sitzungen auch ein Ende in Sicht ist.
    Die Diskussion über Verständnisfragen, Unklarheiten, Gegemeinungen etc, wird dann online auf der Website erfolgen. Zusätzlich wird es zu jedem Abschnitt aber auch die Möglichkeit eines freiwilligen Treffens mit Latte Macchiato & Donuts im Freigarten geben, falls der Bedarf nach intensiverer Diskussion aufkommen sollte. Falls ihr uns nicht leiden könnt, könnt ihr euch hingegen aber auch einfach selbst mit eurer Peer-Group treffen und lediglich online mitmachen. Wir verraten es auch keinem :-)

    Los geht’s am 17. September 2012 auf spielwiese.blogsport.eu
    Alle Infos und Materialien findest du auf dem Blog.

  2. 2 Wut 26. Juni 2012 um 9:57 Uhr

    http://antisexismuswuppertal.blogsport.de/

    Hier mal wieder ein trauriges Zeichen dafür, dass nicht nur in MV Feminist*innen und Unterstützer*innen nicht ernst genommen werden. Die Agumentation, es seien ja nur in Rostock so furchtbare Menschen, die das Thema Antisexismus besetzen, löst sich bei solchen Beispielen in Luft auf.
    Pseudo-Argumente wie „Es geht nicht um die Inhalte sondern um die Leute“ sind eine reine Abwehrreaktion.

    Meine Solidarität gilt auf jeden Fall der Betroffenen und den Unterstützer*innen aus Wuppertal. Vergewaltigungen und Täter/Schützer*innen sind nicht hinzunehmen! (dennoch muss ich auch sagen, dass die Forderung nach der Schließung des AZ nur die allerletzte Option sein kann und definitiv nicht wünschenswert ist)

  3. 3 schreck-schnecke 22. Juni 2011 um 22:18 Uhr

    Ach, das is doch alles kein Problem: erst schön Demo, dann gechillt zum grrrlz*DaIY. Is doch alles entspannt. Ich denk nich dass die Veranstaltungen konkurrieren sondern sich sehr gut ergänzen. Ich finde es nicht unsolidarisch oder so, sondern finds toll das es so viel politisches Leben auf einem Haufen gibt.

  4. 4 grrrlzdaiy 22. Juni 2011 um 11:52 Uhr

    Der grrrlz*DaIY öffnet um 18h. Die Veranstaltung wird nicht zu diesem Zeitpunkt beginnen – der „Vortrag“ findet also später statt, genaugenommen pünktlich 20h.

    Ein anderer Termin war leider nicht möglich, wir hätten nur auf Inhalt verzichten können um dieser Sitation zu entgehen. Nun ist es nicht selten, dass auch in einer kleinen Stadt wie Rostock zeitgleiche Politevents stattfinden und wichtiger finde ich die politische Intention an sich. Wir machen den grrrlz*DaIY nicht weil wir die Antirep-Demo scheisze finden. Und umgekehrt bezweifle ich ähnliches auch.
    Ich möchte nicht quantitativ (Stadtgröszenmäszig) abwägen müssen, welches Thema nun gerade mehr Durchführungsberechtigung hat.
    Ich denke die Teilnehmenden werden jede_r einzeln für sich oder auch in Bezugsgruppen einen Umgang finden der ihren Interessen und politischen Bedürfnissen gerecht wird. Wir versuchen in der Orga das Optionenfenster so weit wie möglich zu öffnen. Freuen uns also auf eine erfolgreiche, bunte und politisch lautstarke Demo. Und ebenso über interessierte Besucher_innen des grrlz*DaIY. Und vielleicht genieszt ja die ein oder andere im Café beim Vortag die Ruhe nach dem Sturm.

    eine vom grrrlz*DaIY mit afa greetz

  5. 5 öllepölle 22. Juni 2011 um 10:26 Uhr

    Moin,

    mir ist grad aufgefallen, dass der diesmonatige grrlz*DaIY, der sich inhaltlich ja einem sehr spannenden Thema widmet (Frauen in der Naziszene) zeitgleich mit der Antirep-Demo ein der Stadt stattfindet. Ich muss sagen, dass ich das sehr enttäuschend finde. Hätte der Vortrag nicht später stattfinden können, oder an einem anderen Termin? Schade schade, dass solche Veranstaltungen parallel in solch einer kleinen Stadt liegen…

  6. 6 Rudi 30. April 2011 um 13:15 Uhr

    Ach, wat schön gestern.

    Mütze makes me dance!

    danke dafür

  7. 7 useless 24. März 2011 um 2:20 Uhr

    Ein Jahr grrrlzdaiy… da wäre ich auf jeden Fall gespannt was für ein Fazit bei rum kommt. (vielleicht in Textform, also etwas das bleibt…?)

    grüße
    P.B.

  8. 8 grrrlzdaiy 07. Februar 2011 um 19:44 Uhr

    Hmmm gute frage…

    ich würde sagen cis* bezeichnet sowohl nicht-trans* als auch nicht-inter*.
    Allerdings glaube ich, dass zweiteres schwieriger ist klar zu formulieren weil intersexuelle menschen ja nicht immer wissen, dass sie nicht cis* sind (dies kann beispielsweise erst bei einem chromosomentest „realität“ werden) und für mich implizierte ein einschluss von inter* in die definition, dass man sich nicht cis* fühlen darf wenn man inter* ist – deshalb würde ich im Fazit die Definition so belassen wie sie ist.
    Bin aber noch nicht am ende angekommen und würde gerne einen optimaleren umgang finden!

  9. 9 femorantipole 07. Februar 2011 um 18:22 Uhr

    hi ihr lieben,

    mir ist grad was aufgefallen im glossar:
    meint ihr bei cis* wirklich nur trans* oder auch inter*?
    das hat mich grad irgendwie verwirrt..

    ich hoffe bald mal wieder auf nem grrrlz*-DaIY zu sein..

    liebste grüße und bis bald!

  10. 10 Toto 24. Oktober 2010 um 22:31 Uhr

    Oh cool, danke für die schnelle Antwort! …warum ihr den Begriff „gender“ statt Geschlechter benutzt, war nicht unbedingt meine Frage. Aber der erste Teil eurer Antwort hat mir geholfen. Aber trotzdem verstehe ich nicht, warum der Tag morgen dann nicht einfach „offen für alle“ ist. Klingt vlt. bescheuert, aber das ist so als würd ich bei ner Antifa-Veranstaltung extra betonen, dass auch auf jeden Fall Menschen verschiedener Ethnien hindürfen, sowie verschiedener linker Gesinnungen, gern auch Antispeziesist_Innen usw usf. Und je nachdem ob mensch sich zu irgendwas zugeordnet fühlt, wird er_sie entsprechend hingehen – oder auch nicht, weil es eigentlich eine ziemlich krasse Kathegorisierung von Menschen ist.

    Naja, das erstmal von mir als kritischer Denkanstoß. Danke auf jeden Fall fürs Angebot mitm weiteren Erklären/ Austauschen usw. Vielleicht bis morgen!

  11. 11 grrrlzdaiy 24. Oktober 2010 um 21:35 Uhr

    Der grrrlz*DaIY ist weiterhin jeden letzten Freitag im Monat offen für alle Nicht-Männer.
    Die Veranstaltung „goes all gender“ weil sie allen Interessierten -unabhängig von selbst- und fremd-zugeschriebenen Gender- die Möglichkeit geben soll Fragen zu stellen, Prozesse nachzuvollziehen und an der Diskussion um den grrrlz*DaIY herum beteiligt zu sein.
    In unserem Verständnis von Antisexismus ist die „Auflösung der konstruierten Geschlechter“ nur ein Teil der Auseinandersetzung. Die konstruierten Geschlechter bestimmen unseren sozialen Rahmen, sind also für eine Analyse der bestehenden Verhältnisse notwendigerweise mitzubetrachten und zu berücksichtigen. Eine „Auflösung der Geschlechter“ im hier und jetzt ist zwangsläufig gleichzeitig ein Verschleiern der real wirksamen Hierachien rund um und in Geschlechtlichkeit. Deshalb bleibt jede antisexistische Politik ein Versuch beides zu bewältigen – die Geschlechter-Dichotomie zu aufzubrechen und andere Geschlechtlichkeiten zu (re-)präsentieren und auf der anderen Seite Privilegienverteilung auf Grund der Kategorisierung als Mann oder Frau zu problematisieren.

    Der theoretische Ansatz hinter was genau ist bei dir gefragt, warum es all „gender“ statt alle Geschlechter heiszt?

    Zunächst heiszt es gender weil es englisch ist ;) , und all sexes wäre unangemessen weil wir nur das soziale Geschlecht sehen und uns den entsprechenden Körper dazu denken, also das biologische Geschlecht (sex). Dies würde im soziologischen Sinne im Doing-Gender-Ansatz beantwortet werden. Interessant wäre eventuell noch eine Sex-Gender-Unterscheidung, die dem zugrunde liegt.
    Vielleicht gibt es dazu ja auf einem der nächsten grrrlz*DaIY Informationen und Austauschmöglichkeit, wenn gewünscht?!
    Wenn du möchtest kannst du gerne deine persönlichen Beweggründe an einem nur für Frauen* und Trans* offenen grrrlz*DaIY nicht mehr teilhaben zu wollen, per Email oder hier im Talk&Show an uns herantragen. Da diese und ähnliche Fragen/Wünsche immer mal wieder auch auf dem grrrlz*DaIY zur Sprache kommen, sehr spannendes Thema!

    Wenn ich mir nicht die Nägel lackieren darf, ist es nicht mein Antisexismus!

  12. 12 Toto 24. Oktober 2010 um 16:44 Uhr

    Moin,

    hab doch noch mal ne Frage… Wieso isn der grrrlz*-DaIY jetzt „offen für alle gender“? Find das prinzipiell gut, hätt sonst aus persönlichen Gründen wohl auch sonst nicht mehr partizipieren können/ wollen, aber frage mich, warum der nicht einfach „offen für alle“ ist? Warum muss der „offen für alle GENDER“ sein? Soll Antisexismus nicht zur Auflösung von konstruierten Geschlechtern sein? Ist das dann nicht einfach ein „Verschieben“ von Geschlechtern A und B zu Geschlechtern bzw. gendern C und D? Und grenzt es ncht diejenigen aus, die sich keinem gender oder so zuordnen lassen wollen? (Auch wenn es sogar für solche Menschen bzw. gender ne Bezeichnung gibt…) Ich find das doof… :/ Oder bin zu doof, um den theoretischen Ansatz dahinter zu verstehen.

    Wär cool, wenn sich jemensch zu ner Antwort/ Erklärung hinreißen lässt! Gern auch via PM. Bis die Tage~

  13. 13 Tanne 22. Oktober 2010 um 22:40 Uhr

    Ahoi!
    Viel Glück bei eurer Veranstaltung! Schade das das in der Woche ist, ich wär sonst gerne rum gekommen :(
    Bis bald!

  14. 14 Toto 12. Oktober 2010 um 14:53 Uhr

    Moin! Sacht mal, kommt von euch noch nen Bericht zum letzten grrrlz°-DaIY? Weil ich war nich da und mich würd interessieren, ob ihr wieder inhaltlich Kram erarbeitet habt oder ob das wieder so war wie das Mal davor, also chillen, Nägel und Bärte machen, Klamotten tauschen… Und wie das nächste Mal aussehen soll, hätt ich auch gern gewusst.

    Beste Grüße
    Toto

  15. 15 Uschi 03. September 2010 um 18:03 Uhr

    war schön letztes mal, allerdings unglaublich wie schwer glitternagellack wieder abzuwaschen geht….

  16. 16 femorantipole 01. Juni 2010 um 11:27 Uhr

    liebe_r grrrlz*DaIY-mob,

    spät, aber dennoch:
    es war eine tolle veranstaltung. mir hat die atmosphäre sehr gut gefallen; angst vor bashing und streit gehabt, reflektiertes und ruhiges diskutieren bekommen. das war echt toll.
    auch danke an alle cis-männer, die an der diskussion teilgenommen, fragen gestellt, kritisch geblieben sind.

    ich war am ende aufgewühlt, musste reden, denken, spazieren gehen; das ist ein gutes zeichen für nen gelungenen und teifgehenden abend.

    danke, grrlz* and boyz*

  17. 17 die gute fee 15. Mai 2010 um 14:50 Uhr

    Ich wollte nur kurz sagen das die Veranstaltung echt toll war. Nicht nur die Projektvorstellungen waren sehr interessant, sondern auch die Diskussion empfand ich als sehr ruhig und wertschätzend. Das habe ich leider schon ganz anders erlebt. Danke für diesen bereichernden Abend!

  18. 18 henning 07. Mai 2010 um 11:05 Uhr

    das verstehe ich jetzt aber auch nicht. wenn auf dem flyer steht das nur nicht-männer reinkommen, dann ist das doch eindeutig ein ausschluss aufgrund des geschlechts und nicht aufgrund der machtposition. zumal es auch durchaus männer gibt, die nicht als richtiger männer gelten und von daher ähnlich schlecht in die pauschale bezeichnung als „bevorteilt“ reinpassen.

  19. 19 Der Bulle von Tölz 02. Mai 2010 um 23:19 Uhr

    „Die Personen werden nicht AUF GRUND ihrer Zugehörigkeit zu einem Geschlecht ausgeschlossen, unser Ansatz läßt sich eher in die Richtung deuten, dass Männer* auf Grund ihrer privilegierten Positionierung innerhalb der Gesellschaft ausgeschlossen werden.“

    1. Männer = Privilegierung aufgrund des Geschlechts
    2. Ausschluss aufgrund Privilegierung
    Macht in Summe Ausschluss aufgrund des Geschlechts

    „Eine Privilegierung, die aus einem Machtdiskurs entspringt, der es erstmal schwierig macht auf einer Augenhöhe miteinander über Wahrnehmungen zu kommunizieren.“

    Unterschiedliche, also andere Wahrnehmungen dass ist für mich nachvollziehbar. Und dennoch kann man, so denke ich, auf einer Augenhöhe diskutieren. Oder was tun wir hier gerade?

    „Der alltägliche dauerhafte subtile Ausschluss von allen Nicht-Männern tritt in den Hintergrund bei der Diskussion um verschriftlichte Auschlüsse. “

    Eben nicht. Da der subtile Ausschluss ja gerade der Ausgangspunkt der Überlegungen sein sollte. Ausgehend von der Problembeschreibung wird ein „Lösungsvorschlag“ erarbeitet, der hinterher auf Zweck- und Wertrationalität (Antisexismusbündnis!) überprüft wird. Das sollte Grundlage einer Diskussion sein und eben dies vermisse ich schmerzlich.

    „Der Zugang zu Privilegien innerhalb der Gesellschaft bleibt für Frauen* Trans* und Inter*personen verwehrt.“

    Halte ich für völlig überzogen. Vergleiche mal bitte die Lebensumstände eines männlichen Asylbewerbers mit Deinem.

    „Dies ist ein permanenter Zustand, den scheinbar nur wenige diskussions- und kritikwürdig finden.“

    Dann sagt doch bitte, was euch konkret an einem typischen Medianabend stört und dann können wir uns darüber auch konkret unterhalten. Wenn ich den Zustand im Übrigen als weder diskussions- noch kritikwürdig erachten würde, wäre ich auch nicht hier auf dem Blog.

    „Der Prozess ist in sofern öffentlich, in dem er von allen Teinehmenden im persönlichen Gespräch erfragt werden kann […]“

    Seit wann ist denn ein persönliches Gespräch öffentlich? Und unter der Bedingung einer solchen Informationshierarchie kann ja von einem Gespräch auf Augenhöhe wohl nun wirklich nicht die Rede sein.

    „Zweiter erwähnungswürdiger Punkt, keine Person wird auf Grund einer „biologisches Andersartigkeit“ – spielst du auf Penisse an?- ausgeschlossen, immerhin können Trans*identitäre Personen auch mit Penis durchaus den grrrlz*DaIY besuchen.“

    Gut zu wissen. Was ist mit Homo- oder Bisexuellen Menschen die mit einem Penis bestückt sind? Homophobie wird ja richtigerweise auch oft aus der heterosexuellen (und patriarchalen) Matrix heraus erklärt. Oder müssen die sich an einen normalen Abend im Median unwohl fühlen und dürfen bei euch dann gar nicht erst rein?

    „Und vielleicht sollte Mann auch Texte kritisieren, die nicht aus unserer Hand stammen.“

    Ich hoffe du reduziert mich jetzt nicht auf mein vermeintliches Geschlecht ;)

    sicher kann man das. Aber ich möchte nicht mit Antisexismus/Queer/Trans-Gruppe aus schießmichtot diskutieren, sondern mit euch über den FMT Abend und über die ideologischen Grundlagen.
    Eine faire Diskussion kann aber nur entstehen, wenn der_die_das Gegenüber_in (richtig gegendert? – kleiner Scherz am Rande ;) ) sich auch mal auf eine Position festlegt und nicht: „[…]unser Ansatz läßt sich eher in die Richtung deuten[…]“
    Ihr werdet doch wohl noch wissen welche Meinung ihr habt.

  20. 20 grrrlzdaiy 29. April 2010 um 19:11 Uhr

    Ein Versuch zur Klärung:

    Zitat Bulle von Tölz:
    Kann es denn verwundern, wenn Leute ein Problem damit haben, wenn jemand aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einem Geschlecht ausgeschlossen wird?

    Die Personen werden nicht AUF GRUND ihrer Zugehörigkeit zu einem Geschlecht ausgeschlossen, unser Ansatz läßt sich eher in die Richtung deuten, dass Männer* auf Grund ihrer privilegierten Positionierung innerhalb der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Eine Privilegierung, die aus einem Machtdiskurs entspringt, der es erstmal schwierig macht auf einer Augenhöhe miteinander über Wahrnehmungen zu kommunizieren.

    Zitat Bulle von Tölz:
    Dass ihr kein Problem damit habt, wird dagegen sehr deutlich dadurch, dass „Ausschluss“ in Anführungszeichen gesetzt und damit relativiert wird. […] die Problemlage hier einfach nur zur Bagatelle erklärt wird.

    Dies liegt in keinerlei Weise im Sinne der Veranstalter_innen (!). Einzig und allein dienen die Anführungszeichen dazu aufzuzeigen, dass ein benannter Ausschluss, explizit nämlich das Nichtzulassen von Männern*, transparent und somit wenigstens kritisierbar wird. Der alltägliche dauerhafte subtile Ausschluss von allen Nicht-Männern tritt in den Hintergrund bei der Diskussion um verschriftlichte Auschlüsse. Der Zugang zu Privilegien innerhalb der Gesellschaft bleibt für Frauen* Trans* und Inter*personen verwehrt. Dies ist ein permanenter Zustand, den scheinbar nur wenige diskussions- und kritikwürdig finden.

    Zitat Bulle von Tölz:
    Das der FMT Abend nicht inhaltlich kritisiert worden ist, dürfte auch wohl vor allem daran liegen, dass kaum jemand wusste was dort geschehen soll und eben ein nicht geringer Teil der Menschheit aufgrund einer biologischen Andersartigkeit nicht zugelassen war, so dass nur die Ergebnisse, nicht aber der Prozess öffentlich ist.

    Auch wir wussten vor dem ersten grrrlz*DaIY wenig was dort passieren wird. Wir wussten nur, dass dies erste Schritte in einem neuen Freiraum sein werden. Der Prozess ist in sofern öffentlich, in dem er von allen Teinehmenden im persönlichen Gespräch erfragt werden kann, so wie jede andere Veranstaltung im Café auch, es unterliegt nichts im Vorhinein einer Geheimhaltungspflicht, es sei denn in einer konkreten Situation würde dies dem Wunsch eines anwesenden Individuums entsprechen.
    Zweiter erwähnungswürdiger Punkt, keine Person wird auf Grund einer „biologisches Andersartigkeit“ – spielst du auf Penisse an?- ausgeschlossen, immerhin können Trans*identitäre Personen auch mit Penis durchaus den grrrlz*DaIY besuchen.

    Zitat Bulle von Tölz:
    Was die mangelnde Kritik angeht, würde ich vorschlagen dass seitens der Veranstalter erst einmal etwas Entsprechendes vorgelegt wird. Man braucht keine Texte zu kritisieren, wenn die nicht aus eurer Hand stammen[…]

    Veranstalter?! – wenigstens ein antisexistisches Bündnis, das sich für Frauen* und Trans*-räume stark macht, sollte sicherheitshalber gegendert werden.
    Wir laden dich und alle anderen die gerne über diese und ähnliche Themen diskutieren ein am 12. Mai einen Beitrag zu leisten.
    Und vielleicht sollte Mann auch Texte kritisieren, die nicht aus unserer Hand stammen. Warum nicht? – ein theoretischer Diskurs setzt sich aus vielen vorangegangenen Texten und auch Kritik daran zusammen. Reflektion ist ein längerer Weg und kann nicht nur anhand eigenem Outcome passieren. Wenn es also konkrete Anmerkungen deinerseits zu einem hier veröffentlichten Link gibt, teile diese doch mit all jenen die Interesse an einer Diskussion darüber haben. Ganz unabhängig davon wie wir uns dazu positionieren.

  21. 21 Der Bulle von Tölz 26. April 2010 um 3:09 Uhr

    „Nur wurde offen- oder besser im Szenetratsch ersichtlich, dass es ein ganz großes Problem mit dem „Ausschluss“ von Männern* gibt“

    Kann es denn verwundern, wenn Leute ein Problem damit haben, wenn jemand aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einem Geschlecht ausgeschlossen wird? Dass ihr kein Problem damit habt, wird dagegen sehr deutlich dadurch, dass „Ausschluss“ in Anführungszeichen gesetzt und damit relativiert wird. Es mag ein Kommunikationsproblem sein, aber für mich wird dadurch offensichtlich, dass die Problemlage hier einfach nur zur Bagatelle erklärt wird.

    Das der FMT Abend nicht inhaltlich kritisiert worden ist, dürfte auch wohl vor allem daran liegen, dass kaum jemand wusste was dort geschehen soll und eben ein nicht geringer Teil der Menschheit aufgrund einer biologischen Andersartigkeit nicht zugelassen war, so dass nur die Ergebnisse, nicht aber der Prozess öffentlich ist.

    Was die mangelnde Kritik angeht, würde ich vorschlagen dass seitens der Veranstalter erst einmal etwas Entsprechendes vorgelegt wird. Man braucht keine Texte zu kritisieren, wenn die nicht aus eurer Hand stammen, zumal ihr euch ja auch gelegentlich von den hier verlinkten Texten distanziert. Woher soll man denn eigentlich wissen, was nun eure Position ist und welche nicht…

  22. 22 riotgrrrl* 19. April 2010 um 23:47 Uhr

    @bulle von tölz

    Natürlich liegt keinerlei Problem darin wenn der „grrrlz*DaIY“ irgendwo mit irgendwem diskutiert wird. Dieses Phänomen ist im Ganzen zu begrüßen.
    Nur wurde offen- oder besser im Szenetratsch ersichtlich, dass es ein ganz großes Problem mit dem „Ausschluss“ von Männern* gibt.
    Deshalb habe ich die Punkte aus dem Positionspapier der Linzer Freiraumräuber_innen kopiert, weil diese sich ja auch zum Ausschluss äußern.
    Und hier scheint im allgemeinen Diskurs der Politszene einiges noch sehr ungeklärt zu sein, was ich sehr spannend und nachvollziehbar finde. Fände es aber ebenso schön wenn, zum Beispiel an dieser Stelle, auch solche Punkte explizit formuliert bzw. kritisiert werden würden. Denn ansonsten scheint ja inhaltlich der grrlz*DaIY nicht so sehr problematisiert zu werden, nur eben das nicht „alle“ daran teilhaben dürfen. Und was gibt’s Schöneres als offen, schriftlich (z.B. hier) wie auch verbal (wie zum Beispiel dann wohl am 12. Mai), darüber in den Austausch zu treten?!

  23. 23 femorantipole 18. April 2010 um 11:46 Uhr

    sisters*,
    freut mich, dass es so gut gelaufen ist.
    bin im herzen bei euch.
    solidarität!

    von der streitsüchtigen femohool..

  24. 24 grrrlzdaiy 18. April 2010 um 0:24 Uhr

    Die nächste geplante All-gender-Veranstaltung zum Thema queer-feminstische Praxen wird nicht mehr lang auf sich warten lassen, wir sind gerade im Terminfindungsprozess.
    Informationen über das was wann und wie demnächst hier!
    Bis dahin können Fragen und Anmerkungen auch gern per Mail an uns gerichtet werden, als eine Gelegenheit mit „uns“ in Kontakt zu treten.
    asb-hro

  25. 25 Der Bulle von Tölz 16. April 2010 um 16:43 Uhr

    Bewegt von den Diskussionen der letzten Tage, die nie mit uns sondern immer nur von „den anderen“ irgendwo mit irgendwem geführt werden, suche ich oftmals Worte die beschreiben was ich fühle…

    Ich verstehe nicht so ganz worin das Problem besteht, wenn Leute darüber diskutieren. Das man dies nicht mit *euch* diskutiert, liegt vielleicht auch daran, dass die Gelegenheit dazu bisher sehr begrenzt waren.

    Wann gibt es nun eigentlich die Informations- und Diskussionsveranstaltung zu dem Thema?

  26. 26 penispeople 15. April 2010 um 22:41 Uhr

    Hab drei mal angefangen was zuschreiben, hatte aber immer wieder gemerkt das ich es nicht schaffe ohne emotionale Ausbrüche darüber zuschreiben, wie es sich für mich an fühlt als typ wenn andere typen (explizit diejenigen die ich eigentlich politisch und menschlich auch schätze) über den grrrlzdaiy reden.
    Deswegen einfach nur nen paar linx zu texten zum thema:
    http://www.gender-killer.de/wissen%20neu/texte%20sex%20und%20szene%20gik.htm
    http://www.gender-killer.de/wissen%20neu/texte%20sex%20und%20szene%20aggk.htm
    http://www.gender-killer.de/wissen%20neu/texte%20sex%20und%20szene%20afbl.htm
    http://www.8ung.at/gik_site/dreamweaver/texte_foucault.htm
    http://www.8ung.at/gik_site/dreamweaver/texte_frauenraeume.htm
    http://www.8ung.at/gik_site/dreamweaver/texte_tausendgruende.htm
    so weit erstmal von mir vielleicht bis später..
    für eins…zwei…drei…viele grrrlzdaiy

  27. 27 riotgrrrl* 15. April 2010 um 12:58 Uhr

    Ist der grrrlz*DaIY sexistische Kackscheiße?

    Bewegt von den Diskussionen der letzten Tage, die nie mit uns sondern immer nur von „den anderen“ irgendwo mit irgendwem geführt werden, suche ich oftmals Worte die beschreiben was ich fühle…
    Abhilfe gibt es wenig aber schmunzeln kann schon mal passieren z.b. hier
    http://freiraumrauben.servus.at/
    Linzer Aktivist_innen erobern sich einen Freiraum.
    Was ist daran jetzt im Bezug auf den grrrlz*DaIY interessant?! Im Positionspapier der Räuber_innen steht jenes:

    „Aufgerufen zum Freiraum rauben! sind all jene, die aufgrund ihrer mehr oder weniger

    freiwilligen, selbst gewählten oder zugewiesenen Zugehörigkeit zu den Kategorien (Cis-,

    Bio-)Frau, Lesbe, Transgender politisch, ökonomisch, rechtlich, individuell, kulturalisiert,

    ethnisiert aufgrund von herrschenden Normen und Werten benachteiligt, diskriminiert

    und/oder depriviligiert, sexuell und/ oder emotional ausgebeutet werden!

    [weiße heterosexuelle Cismänner gehören offensichtlich nicht dazu?! – riotgrrrl*]

    Wir schließen uns zusammen und schließen aus, weil wir Machtstrukturen verändern und

    Hierarchien und Herr*inschaft abbauen wollen. Wir sind uns den Schwierigkeiten von

    Grenzziehungen und der Ausschlussgewalt, die dadurch produziert wird bewusst, glauben

    aber, dass es nach wie vor legitim und notwendig ist, daher nehmen wir uns (ungefragt) das

    Recht/Privileg zu beschränken!

    Diese Punkte des Positionspapiers sind in keiner Weise Grundlage des grrrlz*DaIY und wurden nicht vom asb diskutiert. Es enthält jedoch wichtige Punkte und Thesen die sich auch rund um den grrrlz*DaIY bewegen.

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