wuetend und hungrig also schreiben

Auf halber Strecke im aktionsreichen Maerz schlaegt sich grummelnde Frauenkampfstimmung durch. Konfrontiert mit erschreckend alltaeglichem Maennerleid:

„Die Brüderle-Debatte hat es mir echt ueberdruessig gemacht. […] ich als Mann bin doch auch diskriminiert, schlieszlich kann ich kein Kindergaertner werden.“

Fassungslos stammel ich fadenscheinige Gegenargumente bis 2 Minuten spaeter sein Zug kommt. Manchmal bricht das pure Entsetzen voellig unvorbereitet in die guten Gespraeche hinein. Und es bleibt nur noch Wut ueber anmaszende Vergleiche die jeglichen Blick fuer die strukturelle Dimension des groszen ganzen patriarchalen Zustandes missen lassen. Dieser scheisz Reflex zeigt mir erneut wer die Deutungshoheit ueber die Debatten hat und laeszt mich wuetend aber machtlos zurueck.

Im Missy-Mag online wird erklaert warum es noch laengst nicht dasselbe ist wenn Maenner* und Frauen* diskriminiert werden. Somit sinnvolle Lektuere fuer diejenigen, die unter dem Begriff Seximus gut und gerne alles subsumieren und nicht begreifen wollen, dasz Gleichberechtigung nicht heiszt, dasz alle irgendwie zu allen gemein sind!
Ein Artikel von viruletta erinnert daran wie leicht es faellt sich von unperfekten Betroffenen zu distanzieren, zeigt auf wer im oeffentlichen Diskurs um sexualisierte Gewalt und Co kritisiert wird und ruft ins Gedaechtnis wem die Solidaritaet gelten sollte.
Interessanter Weise bleiben Taeter trotzdem ihre Perspektive die dominate ist, selbst auszerhalb des Fokus. Auf Englisch und mit Triggerwarnung kann sich an dieser Stelle einmal damit auseinandergesetzt werden.
Und wems hilft: Diese an.sage in der an.schlaege online setzt sich damit auseinander, wie es sich vermeiden laeszt Taeter zu werden oder vielleicht sogar als ein solcher wahrgenommen zu werden.

Whatever we wear, wherever we go – yes means yes and no means no!

Am 21. Maerz ist Equal Pay Day und vielleicht gibt es ja auch in Rostock aktive Oeffentlichkeit dazu. Wir bleiben gespannt.
Auszerdem plant die grrrlz*DaIY-Crew einen Fahrradschraub-DaIY – wir warten nur, dass das ohne Frost in den Fingern ablaeuft – Interesse kann gerne per Mail angemeldet werden, Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben.
Ansonsten sehen wir uns eventuell am 29.03. 2013 zum naechsten grrrlz*DaIY mit Besuch aus Hamburg und gegengift zum Thema: „Sexismus im Politumfeld und Trans*-Intersex*-Lesben*- und Frauen*-Raeume

Viel Kraft und Durchhaltevermoegen und das Talent kurzzeitig aufkommende Maenner*hassfrustration in konstruktiven Lifestyle umzuwandeln!


1 Antwort auf „wuetend und hungrig also schreiben“


  1. 1 carlotta 10. März 2013 um 14:53 Uhr

    Respect und Anerkennung der politischen Leistung, in Rostock zum einem kontinuierlich Politik zu machen und zum anderen dann auch noch zu diesem Themenfeld. Danke das es euch gibt,
    never give up the fight!

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