Archiv für November 2010

Novembergrrrlz*…


…widmen sich dem Wetter entsprechend Gemütlichkeit mit Film, wenn auch natürlich nicht ohne Anspruch.
Deshalb erwartet euch diesmal ein Film mit anschließender Auswertung oder Diskussion. Der Entscheidungsprozess ist noch nicht abgeschlossen, so dürft ihr weiterhin gespannt sein ob es
a) ein Film zu sexistischen Gegebenheiten im Szenealltag und anschließendem gegenseitigem Empowerment,
b) ein Film zum Kampf für Feminismus und Emanzipation im Arbeitsfeld und Alltag unter Betrachtung des Verbündetenkonzepts oder
c) ein Film über Sartre und Beauvoir und anschlieszendem Austausch über polyamoröse L(i)ebensweisen sein wird.

Wir freuen uns sehr diesen Abend mit euch gestalten zu können und bleiben ebenfalls gespannt.
See you
Freitag 19h Café Median

Das Gefühl alleine zu sein

und wie wir Zeichen dagegen setzen können.

grrrlz*DaIY goes all gender.
Wir hatten eingeladen, um gemeinsam inhaltlich weiter zu denken, konstruktive Kritik zu üben und Veränderung zu bewirken – ein Review.
Wir wollten zurückblicken – und das haben wir getan. Wir haben zusammengefasst und erklärt was der Raum grrrlz*DaIY erzeugt und bedeutet. Wir wollten zeigen wie dieser Raum genutzt wird und was eben dieses bewirkt. In der Hoffnung der Rückblick bringt euch ein Gefühl, eine Ahnung oder auch Sicherheit über das was grrrlz*DaIY heiszt.

Es ist das Spannungsfeld zwischen Bestärkung, Mut, Bestätigung und Frustration, Trauer und Schmerz. grrrlz*DaIYs füllen den Zwischenraum, wohin dieser sich dann bewegt hängt von den Teilnehmenden ab – wir freuen uns auf mehr, viel mehr.
Wir wollten ausblicken, hin zu diesem mehr, unsere Pläne transparenter machen und hoffen natürlich auch weiterhin eure Wünsche berücksichtigen zu können. Unser Wunsch ist den grrrlz*DaIY auch inhaltlich in einem Spannungsfeld zu belassen. Auseinandersetzung mit sich selbst, aber auch mit anderen und auch die Verknüpfung wiederum mit ganz anderem zu ermöglichen, ohne jedoch das nötige Netz fürs Seele baumeln lassen zu vergessen, oder die Zeit zum Luftholen und Zurückziehen.
Aber wir haben auch erkannt, dass der grrrlz*DaIY alleine zu klein, zu eng und viel zu wenig Raum für unsere ganze Kraft bietet. Deshalb wollen wir raus, auch weil die Welt um den grrrlz*DaIY herum immer noch viel zu sexistisch ist und neue Perspektiven fürchterlich nötig hat. Und weil das nicht nur jede_r für sich alleine tun sollte, planen wir eine Veranstaltungsreihe im Frühjahr 2011. Wo wir uns austauschen, bilden können, und ihr wisst ja wies weiter geht…andere bilden, Banden bilden…Verbündete finden.
Wir wollten anticken – dazu haben wir entwurfsweise vorgestellt, wie wir uns Verbündete vorstellen. Was können Frauen* und Trans* an Unterstützung, Verhalten, Politik gebrauchen von Menschen in der ihnen gegenüber privilegierten Position?
Die Diskussion, oder eher das gemeinsame darüber ausschweigen und vielleicht den eigenen Gedanken nachgehen, hat gezeigt, dass wir da noch am Anfang einer ganz groszen Politik stehen, die antisexistische Praxis verändern kann und wird.
Also wie war das nochmal?!

Sich als privilegiert begreifen, Vorteile erkennen und benennen!
Wahrnehmung aus nicht-privilegierter Position erfragen.
Gesellschaftlichen Kategorisierungen/Privilegierungen führen auch zu unterschiedlichen Wahrnehmungen von sozialer Interaktion, deshalb kann es hier kein objektives falsch oder richtig geben. Dieser Zustand muss in Verbündetenpolitik berücksichtigt werden. Deshalb
Die Betroffenenperspektive einnehmen, unterstützen.
Den Betroffenen eine Stimme geben, z.b. das eigene Privileg in bestimmten Räumen zu sprechen ihnen zukommen lassen, entweder durch inhaltliche Pro-Betroffene-, Pro-Nichtprivilegierten-Positionierung oder das tatsächliche Betroffene-Für-Sich-Selbst-Sprechen-Lassen durch einladen, Rederaum einfordern, ihnen das Wort erteilen etc.

Das ist nur ein Anfang und läszt sich auf viele gesellschaftliche Unterdrückungsmechanismen anwenden.
Was ist eure Praxis dazu wie solidarisiert und verbündet ihr euch im Alltag, welche Privilegien habt ihr und wie geht ihr mit ihnen um?

Lieber fragend sich die Welt ergründen als mit vorschnellen Annahmen unsichere Straszen und hohe Mauern bauen.